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Posts mit dem Label "Vintage" werden angezeigt.

Extravaganz und Kult

Willkommen in den 70er-Jahren! Der technologische Fortschritt verlangt eine genauere Zeitmessung und günstigere Erzeugungskosten bei Uhrwerken. Das Handwerk wird zunehmend von der industriellen Produktion abgelöst und die Quarzuhr erreicht den Massenmarkt. Das bringt die Schweizer Uhrenindustrie ins Schwitzen. Über 100 Jahre zählten mechanische Werke und handwerkliches Können. Anfang der 70er-Jahre beginnt aber insgesamt ein wesentlicher gesellschaftlicher Wandel, der auch vor der Uhr nicht haltmachen will.   Blaues Wunder: Version des Schmuckarmbandes von Vacheron Constantin mit akzentuierten, blauen Lapislazuli-Zifferblatt. Ikone von Patek Philippe : Die Ellipse. Das zarte Armband gibt der Uhr eine schmuckvolle Leichtigkeit. Die Anforderungen eines neuen Jahrzehnts Die Uhrenindustrie wird wesentlich beeinflusst und strengt sich an, den neuen Anforderungen zu genügen. Um Marktanteile zu halten, werden Strategien gegen die Billigkonkurrenz aus Asien gesucht. Somit verlassen die Sc...

Rarität mit Herzschlag

Die Rolex Tru-Beat Referenz 6556 ist die mechanische Uhr von Rolex, die wie eine Quarzuhr tickt. Als man diese Toolwatch 1954/55 entwickelt hatte - übrigens gemeinsam mit den Modellen Explorer, Turn-O-Graph, Submariner, GMT und Milgauss - waren Ärzte, Ingenieure und Wissenschaftler die Zielgruppe. Man wollte ein extrem ganggenaues Modell, das den Anforderungen der Träger gerecht wird und baute es auf das Basismodell der Oyster Perpetual mit 34mm Durchmesser und dem Basiskaliber 1030 auf. Allerdings wurde das Werk der Tru-Beat mit einem springenden Sekundenmechanismus modifiziert. Sie war somit die erste Armbanduhr mit einem derartigen Mechanismus, der im Übrigen auf die Verwendung von zwei Ankern zurückgreift. Ein Anker mit 18.000 Schritten, der andere mit 3.600 Schritten pro Stunde. Das erzeugt eine Reduktion, die dem Sekundenzeiger einen Sprung erlaubt, der, im Gegensatz zur durchlaufenden Sekunde bei dem normalen Kaliber 1030, optisch dem Sprung einer Quarzuhr ähnelt.   Rolex Tr...

Individuen mit eigener Biografie

Unsere Leidenschaft für Vintage bleibt nicht bei der Uhr stehen, sie hat uns in vielen Bereichen fest im Griff. Wir lesen in antiquarischen Büchern, schreiben mit Schreibgeräten aus einer anderen Zeit oder fahren mit Oldtimern und Vintage Fahrrädern lässige Rennen. Für uns sind Handwerk und Vintage Produkte eine neue Form des Konsums und der Zeitgestaltung. Die Lust am Handwerk ist nicht nur Ausdruck von Retro-Trend, sondern ein neues Bewusstsein für Dinge, die unser Leben begleiten. Dinge, die nicht länger austauschbare Massenobjekte, sondern individuelle Stücke sind, die es rechtfertigen, Rohstoffe zu verbrauchen. Wir spüren ihre sorgfältige Fertigung, die gemeinsam mit uns altert und sich vererben lässt. Es sind Wahrnehmungsgefühl und Geschmack verbunden mit Zeitgeist, Milieu und Kultur. Uns mit zeitgemäßen und handgefertigten Vintage-Gegenständen zu umgeben, erfüllt uns mit der Bestätigung, uns wirklich einlassen zu können. Einlassen auf Dinge, die um ihrer selbst willen g...

Im Schweigen der Eleganz

Mit der Kulturhistorikerin Anna Ananieva hat es begonnen. Nach ihr formierte sich im Verlaufe des 19. Jahrhunderts unter dem Vorzeichen des Eleganten ein Phänomen, das eine Steigerung des Lebens durch Ästhetisierung versprach. Es entstand ein Lebensstil, der sich durch Urbanität und Modernität auszeichnete. Durch Sprache, Kleidung und Habitus einer Person zeigten sich die sozialen und ästhetischen Effekte. Dies drückte sich auch in der Gestaltung der privaten und öffentlichen Lebensräume mittels Interieur und Architektur aus. Inszenierungswerte vs. zurückhaltende Eleganz Diese urbanen Lebenswelten europäischer Metropolen wurden vor allem in Zeitschriften und Zeitungen abgebildet, was maßgeblich dazu beitrug, Inszenierungswerte einer neuen eleganten Gemeinschaft zu erzeugen. Diese von Ananieva im Rahmen ihrer Habilitation aufgestellte These erscheint uns absolut plausibel. Was die Inszenierungswerte anbelangt, so können wir für die elegante Uhr durchaus eine Teil-Gegenthese aufstellen, ...

10 Jahre Ventilspiel am Red Bull Ring

Die österreichische Formel 1-Strecke im steirischen Zeltweg ist ein heißes Pflaster. Sie ist es vor allem dann, wenn unter dem Motto "Motorsport wie damals" vier Oldtimer-Fahrzeugklassen am 03.Oktober 2020 an den Start gehen.   Traditionen sollen gepflegt werden. So sehen das auch die Veranstalter der Ventilspiele und laden zum 10. Mal zum Oldtimer-Rennen an den Red Bull Ring ein. Das jährliche Event, das sich österreichweit zur größten Rundstreckenveranstaltung für historische Autos etabliert hat, erfreut sich großer Beliebtheit und findet für dieses Vergnügen Anhänger aus ganz Europa. Die Chronothek ist nicht nur einer der Hauptsponsoren und von Anfang an dabei, sondern selber mit einer Klasse vertreten. Logisch, tauchen wir ja selbst gerne in eine Atmosphäre ein, die längst vergessen scheint. Ob Vintage oder Oldtimer. Diese Symbiose liegt für uns auf der Hand. Faszination Technik  Die Verbindung von mechanischen Vintage-Uhren und Vintage-Automobilen besteht sicherlich ...

Masken der Macht

Geheimnisse - oft bleiben ihre Geschichten im Verborgenen. Manchmal werden sie erzählt. In einigen Fällen eröffnen sie sich durch Widmungen, Accessoires und beigelegte Fotografien. Und immer können wir subtil wahrnehmen, was unausgesprochen und unsichtbar zu sein scheint: die Atmosphäre Vintage. Vom Stillen einer Sehnsucht Das Sammeln von Vintage-Uhren ist nicht bloß eine Anhäufung wertvoller Zeitmesser. Vielmehr ist es das Stillen der Sehnsucht nach authentischen Dingen, surrealen Erfahrungen und dem Rätselhaften einer längst vergangenen Zeit. Das merken wir, wenn uns der Duft des Seidenpapiers auch fast fünfzig Jahre später in die Nase steigt, nachdem die Box von "Chaume Paris" geöffnet wurde. Oder wenn wir zusehen, wie die Breguet Type XX Flyback Chrono von ihrem neuen Besitzer mit all ihren Accessoires liebevoll zu einer Komposition drapiert wird. Dann wissen wir, dass es alle spüren - diese ganz spezielle Atmosphäre. Complete Sets: Box, Seidenpapier, Shopping Ba...

Vintage-Schatzkammer in der Bräunerstraße

Vintage, wohin das Auge reicht. Manchmal können wir es, wenn wir unseren Blick durch die Chronothek schweifen lassen, selbst nicht glauben, welch tolle Schätze sich hier aneinanderreihen. Die Beschäftigung mit unseren feinen, alten, mechanischen Preziosen erfordert eine fundierte Ausbildung als UhrmachermeisterIn und Verständnis für traditionelles Handwerk sowie für die Uhrmacherkunst. Trüffelsuche Ersatzteile Um eine Vintage-Uhr professionell behandeln zu können, benötigt es jedoch viel mehr. Technisches Knowhow weit über den Durchschnitt hinaus ist ein Muss, zudem Fingerspitzengefühl für Mechanik sowie Ausdauer und Kreativität. Wir nennen es auch "das Beherrschen der kulturellen Schatzes der Handwerkskunst", ohne das die Chronothek-Parnterwerkstatt nicht das wäre, was sie heute ist. Ersatzteile - Der Schatz der Zukunft   Schwindender Markt der Vintage-Ersatzteile  Die Restaurierung einer Vintage-Uhr ist jedoch nicht nur von den Fertigkeiten de...

Sammeltrend Zifferblätter

Zifferblatt ist nicht gleich Zifferblatt. Der Sammlermarkt ist in Bewegung. Bei den üblichen Verdächtigen von Rolex und Patek Philippe beobachten wir ein stabiles Preisniveau. Rolex Sportmodelle sind begehrt wie eh und je und erreichen bei Auktionen immer wieder Rekordpreise. Das betrifft vor allem Rolex Chronographen, wie etwa die Daytona-Serien. Hier kommen auch die Zifferblätter ins Spiel. Hervorzuheben ist hier natürlich die Preissteigerung bei den sogenannten "Paul Newman"-Versionen. Nicht oder "Non"-Oyster Chronographen mit schwarzen und skalierten Zifferblättern sind die Gewinner der Bewertungscharts. Mysteriös: Schwarze Zifferblätter Waren vor ca. drei Jahren die Modelle 2508, die bekanntesten, mit schwarzen Zifferblätter ausgestatteten Vertreter von Rolex Chronographen aus den 1930er-Jahren, deutlich noch unter 50.000.- Euro zu haben, so muss man heute tief in die Tasche greifen. In Auktionen werden mittlerweile Preise jenseits der 100.000.- Euro Marke ...

Taucheruhren von Jaeger-LeCoultre& IWC

Es ist schon etwas länger her ... Vor etwas mehr als einem halben Jahrhundert haben Jaeger-LeCoultre und IWC richtig faszinierende Taucheruhren gebaut. Die Rede ist von den Debütmodellen der Jaeger-LeCoultre Master Mariner bzw. der IWC Aquatimer aus den 1960er-Jahren. Zu ihrer Zeit waren diese Modelle absolute "frontier watches", also Uhren an der Grenze des technisch Machbaren gepaart mit einem reduzierten, zeitlosen Design, das mehr Sein als Schein verkörperte und die Jahrzehnte überdauerte. Sex-Appeal der Vintage-Uhren Nicht falsch verstehen, das heißt natürlich nicht pauschal, dass die aktuellen Modelle der Master Compressor oder Aquatimer Kollektion nicht gute Uhren wären, aber den Sex-Appeal der Vintage-Modelle haben sie nicht. Das verrät uns die Nachfrage auf dem "preowned watch market", auf dem unserer Erfahrung nach das Kundeninteresse an den aktuellen Modellen eher verhalten ist. In diesem Punkt unterscheiden sie sich diametral von der Rolex Submariner...

Glas ist nicht gleich Glas!

Das Uhrglas ist einer der wichtigsten Bestandteile einer Uhr. Wieso? Das Glas schützt vor externen Einflüssen und sorgt dafür, dass unsere Uhr dicht ist. Die Dichtheit ist eines der wichtigsten Qualitätszeichen einer Uhr. Doch nicht nur die Funktion ist wichtig. Sie haben es erraten, auch die Optik spielt natürlich eine Rolle. Die Partnerwerkstätte der Chronothek verfügt  über ein einzigartiges Lager an alten Uhrgläsern. Was den Unterschied ausmacht und warum wir manche Gläser bevorzugen, erfahren Sie in diesem Artikel. Superdome: Rolex Submariner 5513, späte 1980er-Jahre, noch mit einem original "Superdome"-Plexiglas ausgestattet.  Mineralglas Uhren, vornehmlich Taschenuhren, die vor 1930 gebaut wurden, waren mit Mineralgläsern ausgestattet. Das Mineralglas (Siliziumoxid) ist dem Fensterglas ähnlich, wird aber mit Oxiden veredelt und somit gehärtet. Extrem dünn, zart und edel - so wirkt das Mineralglas und verhilft der Uhr zu einem unverwechselbaren Aussehen....

Die Schönheit eines Makels

Ja, wir geben es zu. Sonst predigen wir immer, dass der tadellose Zustand einer Uhr neben Marke und Modell das wichtigste Attribut für einen Uhrensammler ist. Das stimmt auch, aber die individuelle Patinierung oder die Veränderung durch den Alterungsprozess kann eine Uhr noch faszinierender machen. Emergente Musterbildung: "Spider-Dial" entstanden aus dem Nichts. Nobody is perfect Unter Makel versteht man in der Uhrenwelt das Phänomen, dass sich die Optik einer Uhr - und zwar nur diese - mäßig bis stark, jedoch wahrnehmbar verändert. Wichtig dabei ist, dass Werk- und Gehäusezustand dabei einwandfrei sein müssen, denn diese wesentlichen Teile bestimmen den Wert einer Uhr. Wo sich Makel dagegen einschleichen dürfen, sind Zifferblätter, Zeiger und Lünetten. Trump hätte seine Freude: "Pussy Galore" mit reinrassigem "Tropic-Dial", in zart-brauner Verfärbung eines ursprünglich tief schwarzen Zifferblattes.   Same same but different -...

Die Ikonen der 50er Jahre

Das grafische Design der 50er Jahre findet sich heute noch. Wir sehen es in der Mode, beim Interieur und natürlich auch bei Kreationen von Zeitmessern. Doch was macht diese "grafischen Klassiker" und die Zeit, aus der sie stammen, aus? Wir verraten es Ihnen, denn eines ist klar: Ein wahrer Klassiker muss sich den Ikonen-Status erst erarbeiten. Die Rolex Oyster Perpetual Explorer I: Dieses Modell ist stilistisch längst unvergänglich geworden. Jede Minute ohne sie ist verschwendete Zeit. ... das Nachfolgemodell mit der Ref. 214270 kombiniert die Stilsicherheit des kleineren Modells mit mehr Dynamik und Sportlichkeit, das sie durch das größere Gehäuse mit 39mm Durchmesser gewinnt. Kontrastreich und unmissverständlich Uhrenkenner wissen es. Egal, ob die Fliegeruhren von IWC oder die Rolex Oyster Perpetual Explorer I - diese Modellreihen haben eines gemeinsam: Sie sind kontrastreiche, unmissverständliche Uhren. Schlicht und gerade deswegen richtig stark. Die ...

Die vielen Namen und Gesichter der GMT-Master

Sie ist die Rolex mit den wahrscheinlich meisten Spitznamen - die GMT-Master. Kaum eine andere Sportuhr von Rolex wurde von Sammlern so verehrt und von derart vielen bekannten Persönlichkeiten der Geschichte getragen. Heute erzählen wir Ihnen neben ihrer Biographie auch noch technische Details zu dieser Uhr. Kräuterlimonade: Die "Rootbeer" GMT-Master 16753, hier ein frühes Modell mit Nipple-Dial, verdankt ihren Namen einer amerikanischen Kräuterlimonade. Deren Flüssigkeitsfarbe ähnelt nämlich ziemlich genau der Tönung des Zifferblattes und der Lünette.   Zwei-Zeitzonen-Uhr für Pan Am Die Geburt der GMT-Master hängt unmittelbar mit der Konstruktion der Boeing 707 Ende der 1950er-Jahre zusammen. Durch die rasante Ausweitung des Interkontinentalflugverkehrs kam es für die Piloten zu neuen Anforderungen. Die amerikanische Fluggesellschaft Pan American World Airways (kurz Pan Am) trat deswegen mit einem besonderen Wunsch an Rolex heran. Man wollte eine technische Armban...