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Posts mit dem Label "Geschichte" werden angezeigt.

Viva la revolución!

Wer die Weltrevolution plant und paramilitärische Guerillaoperationen durchführt, sollte im Fall des Falles nicht zu spät kommen und sich auf Fortbewegungsmittel sowie Zeitmesser verlassen können. Daraus ergibt sich zwangsläufig das, was (nur) auf den ersten Blick grotesk und widersprüchlich erscheint: die Affinität der linken Elite zu Luxusprodukten, die ja vermeintlich der konservativen Gesellschaftsschicht als Statussymbole vorbehalten waren.   Freundschaft : Fidel und Che im Partnerlook.   Genossen, Genießer und Berufsrevolutionäre: Fidel Castro und Ernesto "Che" Guevara Während man von RAF-Frontmann Andreas "Nur die Knarre löst die Starre" Baader weiß, dass er vorzugsweise im von einem Kapitalisten expropriierten violetten Ur-Porsche 911 Targa durch die Nacht raste, ist über seine Affinität zu Uhren nichts bekannt. Man kann nur darüber mutmaßen, ob das Fehlen eines zuverlässigen Zeitmessers nicht einer der Gründe für sein frühes und tragisches Ende war. Wie auc...

Dear Mr. President oder: die Geschichte der Day-Date

Für Sammler hat die Day-Date aus den 1970er-Jahren einen ganz besonderen Charme, nämlich das Charakteristikum einer Epoche und die Plastizität ihres Auftritts, die, im Vergleich zu ihr, keine andere Uhr entwickelt hat. Wie bereits in unserem Artikel über die wilden 1970er erzählt, experimentierte Rolex bei der Modellserie der Day-Date in diesem Jahrzehnt mit verschiedenen Materialien, Ausführungen und Farben der Zifferblätter. Dabei entstand eine ganz eigene Sprache. Eine Ästhetik, die es geschafft hat, prominente Träger magisch anzuziehen. Sie wurde zum beliebtesten Modell wichtiger Persönlichkeiten.   Stein im Brett : Day-Date Ref. 18038 mit einem extrem seltenen Marmor-Zifferblatt. Steinblattvariationen von Rolex gehören heute zu den begehrtesten Sammlerstücken und erzielen Höchstpreise bei Auktionen.   Holzig : Day-Date Ref. 18038 mit einem Zifferblatt aus Wurzelholz. Die Kreativität von Rolex in den 1970er-Jahren scheint schier grenzenlos.   Geheimnisvoll und mystis...

Individuen mit eigener Biografie

Unsere Leidenschaft für Vintage bleibt nicht bei der Uhr stehen, sie hat uns in vielen Bereichen fest im Griff. Wir lesen in antiquarischen Büchern, schreiben mit Schreibgeräten aus einer anderen Zeit oder fahren mit Oldtimern und Vintage Fahrrädern lässige Rennen. Für uns sind Handwerk und Vintage Produkte eine neue Form des Konsums und der Zeitgestaltung. Die Lust am Handwerk ist nicht nur Ausdruck von Retro-Trend, sondern ein neues Bewusstsein für Dinge, die unser Leben begleiten. Dinge, die nicht länger austauschbare Massenobjekte, sondern individuelle Stücke sind, die es rechtfertigen, Rohstoffe zu verbrauchen. Wir spüren ihre sorgfältige Fertigung, die gemeinsam mit uns altert und sich vererben lässt. Es sind Wahrnehmungsgefühl und Geschmack verbunden mit Zeitgeist, Milieu und Kultur. Uns mit zeitgemäßen und handgefertigten Vintage-Gegenständen zu umgeben, erfüllt uns mit der Bestätigung, uns wirklich einlassen zu können. Einlassen auf Dinge, die um ihrer selbst willen g...

Patek Philippe& Tito - Genosse und Genießer

Partisan und Revolutionär, Staatspräsident Jugoslawiens. Diktator und Architekt eines alternativen sozialistischen Modells. Bis heute entzieht sich Josip Broz "Tito" (1892-1980) jeder politisch und historisch eindimensionalen Zuordnung. Was Patek Philippe anbelangt, können wir ihn gut umreißen: Bei der Marke war er bekennender Getreuer durch und durch. Sehr kommunistisch, oder? Das Erbe Titos Nach Titos früher Politisierung folgte ein kometenhafter Aufstieg in der Kommunistischen Partei Jugoslawiens. Es gelang ihm, aus einer zerstrittenen Parteigruppe eine schlagkräftige Partisanenarmee zu formen. Eine Truppe, die letztlich im Kampf gegen die Truppen Hitlers und Mussolinis siegreich hervorging, was nachhaltig den Mythos Titos begründete. Nach dem 2. Weltkrieg ging er, wie das Beispiel Ungarn zeigt, hochriskant in die Opposition zu Stalin und setzte schließlich einen alternativen sozialistischen Weg für sein Jugoslawien durch. Durch die selbsterklärte Blockfreiheit - eine ...

Abgetaucht in die Tiefe

Heute brauchen Sie starke Nerven. Denn wir reisen gemeinsam zum 23. Jänner 1960 und tauchen mit Jacques Piccard und Don Walsh ab. Ihr U-Boot "Trieste", ein von Jaques Vater konstruierter Bathyscaphe, bringt die beiden bei ihrem Versuch, den Tauchrekord zu brechen, in eine Tiefe von 10 916 Metern unter dem Meeresspiegel. Die Stelle, die 1951 nach dem Vermessungsschiff "Challenger II" noch als "Challengertief" bezeichnet wird, erhält nach dem spektakulären Tauchgang einen anderen Namen, "Triestetief". Das wissen die beiden Abenteurer zu dem Zeitpunkt aber noch nicht. Piccard und Walsh stellen mit ihrem Wagnis einen bis heute ungebrochenen Tauchrekord auf und schreiben dabei auch noch Uhrengeschichte. Richtig gelesen! Denn was ist ein Abenteurer ohne die passende Uhr? The deepest end of the deepest ocean: Detailausschnitt mit unglaublicher Tiefenangabe bereits ab den späten 1960er-Jahren. Als kommerzielles Produkt für jedermann zu haben.   ...

Mondsüchtig: Die Omega Speedmaster

Fly me to the moon. 50 Jahre ist es her, als es hieß: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit." Doch nicht nur Neil Armstrong war 1969 auf dem Mond. Die Nasa sendete keine Geringere als die Omega Speedmaster mit ins Weltall. Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, uns die Speedmaster einmal genauer anzusehen. Steigen Sie also mit uns in unsere Chronothek-Rakete, die uns nicht nur dem Mond ein Stückchen näher bringt, sondern auch der Omega Speedmaster! Die "Moonwatch" : Die Speedmaster 1969 ist auch heute noch zu relativ moderaten Preisen zu finden. The Moon Watch Auch nach 50 Jahren überstrahlt sie jede andere Sportuhr von Omega: die Speedmaster! Ihr unvergleichliches Design, die zuverlässige Technik und ein robustes Gehäuse machen sie beliebt und für den Alltag besonders einsatzfähig. Schon 1957 lancierte Omega mit der Speedmaster einen wasserdicht konzipierten, mit Runddrückern und verschraubtem Rückenb...

Das Abenteuer beginnt jetzt

Kaum eine Uhrenmarke steht so sehr für Abenteuer wie Rolex. Warum? Weil die Marke besonders im sportlichen Bereich für Power und Willenskraft, für abenteuerliche Ereignisse steht, die im Alltag niemals zu erleben sind. Warum uns das Abenteuer so anzieht? Um diese Erklärung zu finden, begeben wir uns auf eine kleine Zeitreise, gehen dem Phänomen auf den Grund und besteigen sogar den Mount Everest. Auf der Suche nach dem Abenteuer Rolex scheint seit seiner Gründung mit dem Phänomen des Abenteuers eng verknüpft zu sein. Es werden Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt, der Ärmelkanal durchschwommen, zum Marianengraben getaucht oder der Mount Everest überflogen und sogar erstbestiegen. Abenteuerlich faszinierend : Frühe Rolex Explorer I. Das Design dieser Uhr war richtungsweisend für alle folgenden Sportmodelle. Schwarzes Kontrastzifferblatt und die "Mercedes-Zeiger". Doch was macht es genau aus, das Abenteuer? Die Grenzerfahrung, bei der wir eine Subjekt-Objekt-Spaltu...