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Individuen mit eigener Biografie

Unsere Leidenschaft für Vintage bleibt nicht bei der Uhr stehen, sie hat uns in vielen Bereichen fest im Griff. Wir lesen in antiquarischen Büchern, schreiben mit Schreibgeräten aus einer anderen Zeit oder fahren mit Oldtimern und Vintage Fahrrädern lässige Rennen. Für uns sind Handwerk und Vintage Produkte eine neue Form des Konsums und der Zeitgestaltung.
Die Lust am Handwerk ist nicht nur Ausdruck von Retro-Trend, sondern ein neues Bewusstsein für Dinge, die unser Leben begleiten. Dinge, die nicht länger austauschbare Massenobjekte, sondern individuelle Stücke sind, die es rechtfertigen, Rohstoffe zu verbrauchen. Wir spüren ihre sorgfältige Fertigung, die gemeinsam mit uns altert und sich vererben lässt. Es sind Wahrnehmungsgefühl und Geschmack verbunden mit Zeitgeist, Milieu und Kultur. Uns mit zeitgemäßen und handgefertigten Vintage-Gegenständen zu umgeben, erfüllt uns mit der Bestätigung, uns wirklich einlassen zu können. Einlassen auf Dinge, die um ihrer selbst willen genügen und die keines äußeren Zwecks bedürfen.
 
(c) Hans Schubert
Chronotheks next Topmodel: Die Schönheit eines Supermodels muss nicht unbedingt einen Puls haben. Das hier abgebildete Rennrad in seiner fantastischen Farbe befindet sich in unserer eigenen Sammlung. Es entspringt der italienischen Nobelschmiede "Colnago" und ist das erste dieser Serie mit einem gequetschten Rahmenrohr. 1982 wurde es aus schlanken Stahlrohren unter der Bezeichnung "Modell Mexico" handgemacht.
 

Ein harmonisches Duo: Vintage Uhren und -Räder

Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich die Technik zur absoluten Herrschaft aufgeschwungen hat. Diese zentrale These der Technokratie-Debatte kommt unseren technisch ausgereiften Zeitmessern zwar zugute, doch ohne feines Handwerk wären sie nichts. Um Sie ein Stück weit an unserer alltäglichen Auseinandersetzung mit diesem Thema zu beteiligen, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag auch unsere leidenschaftliche Beschäftigung mit Vintage Rennrädern. Wie diese fantastischen Gefährte(n) mit Uhren vergangener Zeit harmonieren, bringt unser exklusives Shooting in den Räumlichkeiten der Schuhmacher-Werkstätte "Scheer" zutage.
 
(c) Hans Schubert
Händchen halten: Auch Reifen wollen standesgemäß behandelt werden. Zum Beispiel mit einer klassischen Rolex GMT-Master Ref. 1675 aus dem Jahr 1972. Besonders attraktiv ist das seltene Jubiléeband, das mit den außergewöhnlichen Speichen zu korrespondieren weiß.
 
(c) Hans Schubert
Bitte mit ihr keinen Stern reißen: Ein blaues Wunder einer Rolex Datejust Ref. 16018 in 18k Gelbgold aus den frühen 1980er-Jahren. Besonders ist das blaue Lapislazuli-Zifferblatt. Diese Modellserie wurde in Gold bereits ab den späten 1970er-Jahren mit einem Saphirglas ausgestattet.

Vintage Rad und Vintage Uhr - ein Vergleich

Nach dem Prinzip der Funktionalität sind Vintage Rad und Vintage Uhr aufeinander abgestimmt. Der Stahlrahmen, reduktionistisch, schlank und schön, liefert Attribute, die auch für unsere Uhren gelten können. Es besteht eine symbiotische Verbindung. Beide sind klassisch, original, formal ästhetisch sowie funktional, was sie zu urbanen, zeitlosen und handgefertigte Einzelstücke macht. Sie lösen in uns das Aufgehen im Authentischen. Unsere Idealvorstellung ist die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit ihrer Materialien, während wir sie tatsächlich benützen. Sie sind Individuen mit einer eigenen Biografie und wir lieben die Geschichten, die Ihre Atmosphäre erzählt.
 
(c) Hans Schubert
Halt mich fest: Wer will nicht von ihr gefesselt werden? Rolex Submariner "Rotschrift" Ref. 1680. Diese heißbegehrte Ikone aus den frühen 1970er-Jahren kann nicht nur Rennräder umhauen. 
 
Text entnommen und angepasst aus "Das Prinzip* Uhr" für den Blog der Chronothek.

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