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Beweg dich, trag mich!

Edel und technisch ausgefeilt. Die sogenannten Uhrenbeweger bewegen Zeitmesser mit Automatikwerk, um sie betriebsbereit zu halten. Doch sie können weit mehr. Je schöner und ausgefeilter ihre Erscheinung ist, desto mehr bewegen sie auch uns als Uhrenträger.   Der Würfel schaukelt die Uhr : Der große Vorteil des Würfels ist, dass er die kompakteste Form eines Uhrenbewegers darstellt. Durch Wippbewegung wird der Aufzug betätigt. Die Uhr bleibt unter Spannung.     Notwendiger Uhrenfreund oder unnötiges Accessoire? Die Sinnhaftigkeit, eine Uhr mit automatischem Aufzug zu bewegen, ist ein philosophisches Konstrukt. Man hört oft, dass diese Modelle immer in Bewegung bleiben sollen, damit sie gut laufen und keinen Schaden erleiden. Technisch gesehen ist das aber nicht notwendig. Bei Uhren mit besonderen Komplikationen kann es jedoch von Vorteil sein. Wie wir wissen ist es erforderlich, der Zugfeder Energie zuzuführen, damit eine Uhr laufen kann. Dies geschieht durch das Aufziehen der Krone ode

Viva la revolución!

Wer die Weltrevolution plant und paramilitärische Guerillaoperationen durchführt, sollte im Fall des Falles nicht zu spät kommen und sich auf Fortbewegungsmittel sowie Zeitmesser verlassen können. Daraus ergibt sich zwangsläufig das, was (nur) auf den ersten Blick grotesk und widersprüchlich erscheint: die Affinität der linken Elite zu Luxusprodukten, die ja vermeintlich der konservativen Gesellschaftsschicht als Statussymbole vorbehalten waren.   Freundschaft : Fidel und Che im Partnerlook.   Genossen, Genießer und Berufsrevolutionäre: Fidel Castro und Ernesto "Che" Guevara Während man von RAF-Frontmann Andreas "Nur die Knarre löst die Starre" Baader weiß, dass er vorzugsweise im von einem Kapitalisten expropriierten violetten Ur-Porsche 911 Targa durch die Nacht raste, ist über seine Affinität zu Uhren nichts bekannt. Man kann nur darüber mutmaßen, ob das Fehlen eines zuverlässigen Zeitmessers nicht einer der Gründe für sein frühes und tragisches Ende war. Wie auc

Die Speedmaster und des Weltalls Stille

Wenn wir von Kunden nach einem "Klassiker der Uhrengeschichte" gefragt werden, führen wir sie unter anderem gerne zur Omega Speedmaster. Eine Uhr mit dem Potential, auch noch in hundert Jahren nahezu unverändert populär zu sein. Sie ist der Prototyp einer Uhr, den wir als "Einsteigermodell in den Luxusuhrenmarkt" bezeichnen. Fast ungerecht ist dieses Urteil, gehört sie doch in jede Sammlung und ist oft der Beginn einer tiefen Sammlerleidenschaft - Wir wissen warum! Mondsüchtig: Die Omega Speedmaster Was wäre die Marke Omega ohne ihre Speedmaster, die Uhr, die die NASA offiziell 1969 zum Mond geschickt hat? Nach über 50 Jahren überstrahlt sie auch heute jede andere Sportuhr von Omega. Ihr unvergleichliches Design, die zuverlässige Technik und ein robustes Gehäuse machen sie beliebt und für den Alltag extrem einsatzfähig. Ursprünglich mit dem von Lemania produzierten Kaliber 321 ausgestattet, kam kurz vor der Mond-Mission das überarbeitete Werk 861 zum Einsatz. Erst E

Dear Mr. President oder: die Geschichte der Day-Date

Für Sammler hat die Day-Date aus den 1970er-Jahren einen ganz besonderen Charme, nämlich das Charakteristikum einer Epoche und die Plastizität ihres Auftritts, die, im Vergleich zu ihr, keine andere Uhr entwickelt hat. Wie bereits in unserem Artikel über die wilden 1970er erzählt, experimentierte Rolex bei der Modellserie der Day-Date in diesem Jahrzehnt mit verschiedenen Materialien, Ausführungen und Farben der Zifferblätter. Dabei entstand eine ganz eigene Sprache. Eine Ästhetik, die es geschafft hat, prominente Träger magisch anzuziehen. Sie wurde zum beliebtesten Modell wichtiger Persönlichkeiten.   Stein im Brett : Day-Date Ref. 18038 mit einem extrem seltenen Marmor-Zifferblatt. Steinblattvariationen von Rolex gehören heute zu den begehrtesten Sammlerstücken und erzielen Höchstpreise bei Auktionen.   Holzig : Day-Date Ref. 18038 mit einem Zifferblatt aus Wurzelholz. Die Kreativität von Rolex in den 1970er-Jahren scheint schier grenzenlos.   Geheimnisvoll und mystisch : Day-Date

Extravaganz und Kult

Willkommen in den 70er-Jahren! Der technologische Fortschritt verlangt eine genauere Zeitmessung und günstigere Erzeugungskosten bei Uhrwerken. Das Handwerk wird zunehmend von der industriellen Produktion abgelöst und die Quarzuhr erreicht den Massenmarkt. Das bringt die Schweizer Uhrenindustrie ins Schwitzen. Über 100 Jahre zählten mechanische Werke und handwerkliches Können. Anfang der 70er-Jahre beginnt aber insgesamt ein wesentlicher gesellschaftlicher Wandel, der auch vor der Uhr nicht haltmachen will.   Blaues Wunder: Version des Schmuckarmbandes von Vacheron Constantin mit akzentuierten, blauen Lapislazuli-Zifferblatt. Ikone von Patek Philippe : Die Ellipse. Das zarte Armband gibt der Uhr eine schmuckvolle Leichtigkeit. Die Anforderungen eines neuen Jahrzehnts Die Uhrenindustrie wird wesentlich beeinflusst und strengt sich an, den neuen Anforderungen zu genügen. Um Marktanteile zu halten, werden Strategien gegen die Billigkonkurrenz aus Asien gesucht. Somit verlassen die Schwei

Fesche Schwimmflügerl

Wer für seine Rolex einen heißen Sommer-Look möchte, wird mit Rubber B seine Freude haben. Das lässige, maßgeschneiderte Kautschukband passt sich haargenau an viele Modelle an, wobei auch bei fast allen Bändern die Originalschließe von Rolex verwendet werden kann. Für den Outdoor-Sportbereich eine echte Innovation und gleichzeitige Alternative zu den üblichen Metall- oder Lederbändern. Das in der Schweiz hergestellte und außergewöhnlich reißfeste Kautschukband ist extrem beständig gegenüber Umwelteinflüssen. UV-Strahlung und Salzwasser lassen Rubber B definitiv kalt. Das Geheimnis dahinter - die Bänder bestehen aus reinem Kautschuk ohne zusätzliche Beschichtungen. Ob am Berg, am See oder im Wald auf dem Rad, das Rubber B Band macht so manches Abenteuer mit, ohne dabei zu zerkratzen oder an Elastizität zu verlieren. Das einzige, das das Alter des Bandes verrät, ist eine leichte Patina, die sich nach längerem Tragen bilden kann. Quasi eine kleine Erinnerung an die erlebten Abenteuer, die

Rarität mit Herzschlag

Die Rolex Tru-Beat Referenz 6556 ist die mechanische Uhr von Rolex, die wie eine Quarzuhr tickt. Als man diese Toolwatch 1954/55 entwickelt hatte - übrigens gemeinsam mit den Modellen Explorer, Turn-O-Graph, Submariner, GMT und Milgauss - waren Ärzte, Ingenieure und Wissenschaftler die Zielgruppe. Man wollte ein extrem ganggenaues Modell, das den Anforderungen der Träger gerecht wird und baute es auf das Basismodell der Oyster Perpetual mit 34mm Durchmesser und dem Basiskaliber 1030 auf. Allerdings wurde das Werk der Tru-Beat mit einem springenden Sekundenmechanismus modifiziert. Sie war somit die erste Armbanduhr mit einem derartigen Mechanismus, der im Übrigen auf die Verwendung von zwei Ankern zurückgreift. Ein Anker mit 18.000 Schritten, der andere mit 3.600 Schritten pro Stunde. Das erzeugt eine Reduktion, die dem Sekundenzeiger einen Sprung erlaubt, der, im Gegensatz zur durchlaufenden Sekunde bei dem normalen Kaliber 1030, optisch dem Sprung einer Quarzuhr ähnelt.   Rolex Tru-Be

Lebenskraft vergangener Zeiten

Die 1950er-Jahre gaben der Uhrenwelt einen neuen Impuls. Der technologische Fortschritt ermöglichte es, außerordentlich robuste und dennoch genaue Uhren zu bauen, die prompt ihren Weg zu einem professionellen Einsatz fanden. Dieses neue Marktsegment wurde weitgehend von Omega und Rolex beherrscht, die Uhren für jegliche Berufsgruppen und deren technisch-spezifische Bedürfnisse entwickelten. Aufgrund der Konstruktion der Werke wurde eine Robustheit erzielt, die eine noch nie dagewesene Ganggenauigkeit und gleichzeitig eine enorme Unempfindlichkeit gegenüber Stößen zu verwirklichen wusste. Die Uhren wurden so konstruiert, dass sie in großer Stückzahl hergestellt und verkauft werden konnten. Dazu kamen eine verbesserte Stahlqualität der Gehäuse und die Idee des verschraubten Gehäusebodens sowie der verschraubten Kronen. Beide schützten das Uhrwerk vor äußeren Einflüssen, wie Nässe und Staub in hohem Maße, sodass die Entwicklung der professionellen Taucheruhr nicht aufzuhalten war. Dass wi

Zu Uhr gewordene Leibeserziehung

Lassen wir uns heute auf ein Gebiet ein, das manche von uns noch auf dem Zeugnis stehen hatten: die Leibeserziehung. Was macht man mit den Wörtern, die aus der Mode gekommen sind? Man nehme ihnen, was seltsam konnotiert sein könnte, befülle sie mit neuen Inhalten und mache aus ihnen einen Spielraum für experimentelle Assoziationen. Genau das führen wir heute durch und stellen unsere liebsten Damen-Sportmodelle vor.   Die hat Größe: Rolex Yacht-Master 168623. Die Yacht-Master-Serie von Rolex ist die einzige Sportserie, die Damengrößen anbietet. Beliebt sind die Größen Medium in 35mm und Lady in 29mm. Das hier abgebildete Modell entspricht einer Mediumgröße und passt perfekt für die sportlich-elegante Dame.   Schmeichelhaft: Rolex Yacht-Master Lady 169622. Diese Uhr zeichnet sich als feminine Sportuhr aus. Ihr Platinzifferblatt unterstreicht ihr elegantes "Ton in Ton"-Konzept und mit ihrer Größe von 29mm schmeichelt sie als Schmuckstück der Trägerin.     Sport als gesellschaf