Direkt zum Hauptbereich

Dear Mr. President oder: die Geschichte der Day-Date

Für Sammler hat die Day-Date aus den 1970er-Jahren einen ganz besonderen Charme, nämlich das Charakteristikum einer Epoche und die Plastizität ihres Auftritts, die, im Vergleich zu ihr, keine andere Uhr entwickelt hat. Wie bereits in unserem Artikel über die wilden 1970er erzählt, experimentierte Rolex bei der Modellserie der Day-Date in diesem Jahrzehnt mit verschiedenen Materialien, Ausführungen und Farben der Zifferblätter. Dabei entstand eine ganz eigene Sprache. Eine Ästhetik, die es geschafft hat, prominente Träger magisch anzuziehen. Sie wurde zum beliebtesten Modell wichtiger Persönlichkeiten.
 
Stein im Brett: Day-Date Ref. 18038 mit einem extrem seltenen Marmor-Zifferblatt. Steinblattvariationen von Rolex gehören heute zu den begehrtesten Sammlerstücken und erzielen Höchstpreise bei Auktionen.
 
Holzig: Day-Date Ref. 18038 mit einem Zifferblatt aus Wurzelholz. Die Kreativität von Rolex in den 1970er-Jahren scheint schier grenzenlos.
 
Geheimnisvoll und mystisch: Day-Date Ref. 118208 mit einem schwarzen Onyx-Steinzifferblatt. Stark, schlicht und elegant.
 
 
Effektvoll: Day-Date Ref. 18038 mit braunem Degradé-Zifferblatt und Brillanten. Diese Zifferblätter sind extrem selten und werden oft imitiert. Bei der Technik des Degradés wird die Zifferblattfarbe
verlaufend und nicht gleichmäßig aufgetragen. Die gewünschte Farbschattierung ist kein Zufall.
 
Bunte Trilogie: Day-Date Ref. 18039B, Modell Tridor. Es werden drei verschiedene Goldarten, nämlich Weißgold, Rotgold und Gelbgold, in Band und Gehäuse verarbeitet.
 

 

 

Wenn verzaubernde Optik auf faszinierende Technik trifft

Aber nicht nur ihr Äußeres trug zu ihrem Erfolg bei, auch ihre Technik. Die Innovation der Day-Date bestand darin, mit einem Chronometer-geprüften Automatikwerk aufzufahren, das neben einer Datumsanzeige auch noch den vollständig ausgeschriebenen Wochentag darstellen konnte. Hergestellt wurde sie nur in Edelmetall und unterstrich mit diesem ihren Stellenwert im Produktsortiment. Den Spitznamen "President" verdankt das Modell ihren mächtigen Trägern. Viele amerikanische Präsidenten trugen sie am Handgelenk, darunter etwa Dwight D. Eisenhower, John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson, Richard Nixon, Gerald Ford und Ronald Reagan. Es lässt sich nicht leugnen, dass sie ist, was sie immer war und sein wird - das Statussymbol schlechthin.
 
Grüne Mamba: Day-Date Ref. 1803 mit grünem Stella-Zifferblatt. Extrem selten und extrem sammelwürdig.

 
 
Wüstenprinzessin: Day-Date Ref. 1807, sogenanntes "Bark Finish"-Modell mit silbernem Oman-Logo-Zifferblatt und Onyx-Auflagen auf den Stabindizes.


Jungspund: Day-Date Ref. 228239. Ein junges Modell aus der neueren Serie mit 40mm Durchmesser und dezent-elegantem olivgrünen Zifferblatt mit römischen Ziffern.


Black Beauty: Day-Date Ref. 18238 mit schwarzem Lack-Zifferblatt und Brillanten. Akzentstark.


 
Schokolade mit Leuchtkraft: Day-Date Ref. 118235. Die Rotgold-Modelle mit Oysterband und Brillanten sind nach wie vor sehr gefragt und äußerst beliebt.
 
 
 
 
 
 
Text entnommen und angepasst aus "Das Prinzip* Uhr" für den Blog der Chronothek.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Patek Philippe& Tito - Genosse und Genießer

Partisan und Revolutionär, Staatspräsident Jugoslawiens. Diktator und Architekt eines alternativen sozialistischen Modells. Bis heute entzieht sich Josip Broz "Tito" (1892-1980) jeder politisch und historisch eindimensionalen Zuordnung. Was Patek Philippe anbelangt, können wir ihn gut umreißen: Bei der Marke war er bekennender Getreuer durch und durch. Sehr kommunistisch, oder? Das Erbe Titos Nach Titos früher Politisierung folgte ein kometenhafter Aufstieg in der Kommunistischen Partei Jugoslawiens. Es gelang ihm, aus einer zerstrittenen Parteigruppe eine schlagkräftige Partisanenarmee zu formen. Eine Truppe, die letztlich im Kampf gegen die Truppen Hitlers und Mussolinis siegreich hervorging, was nachhaltig den Mythos Titos begründete. Nach dem 2. Weltkrieg ging er, wie das Beispiel Ungarn zeigt, hochriskant in die Opposition zu Stalin und setzte schließlich einen alternativen sozialistischen Weg für sein Jugoslawien durch. Durch die selbsterklärte Blockfreiheit - eine ...

Die Kunst des Lapidierens

Heute wird es auf unserem Blog wieder ein wenig technisch. Unsere Kollegen aus der Parnter-Werkstatt gestatten uns einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Lapidieren - was für einige vielleicht exotisch klingt, ist für unsere Techniker Teil ihres Werkstattalltags. Die Chronothek gehört zu den wenigen Handwerksbetrieben, die diese Leistung überhaupt noch anbieten und macht mit dieser Arbeit nicht nur Uhren rundherum glücklich. Wir verraten Ihnen, was es mit diesem Handwerk genau auf sich hat. Makellose Uhren Krempeln Sie Ihre Ärmel hoch, denn heute wollen wir gemeinsam lapidieren. Was genau steckt aber hinter dem Begriff? Lapidieren meint das Schleifen gerader Flächen oder genauer gesagt: Zwei drehende Teile in der Maschine erzeugen am Ende eine makellose Ebene auf der Uhr. Durch das Schleifen und Polieren der Uhrenbestandteile wird so die Wertigkeit der Stücke erhalten. Selten gewordenes Service Die Technik des Lapidierens kam ursprünglich beim Facettenschleifen von Edelsteinen...

Ein Freund, ein guter Freund

Die Sportmodelle, die wir Ihnen heute vorstellen, haben Kult-Status und genießen bei ihren Anhängern ein hohes Ansehen. Es ist der Charakter, die Zeitlosigkeit, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Modetrends und ständig wechselndem Zeitgeschmack. Diese Top 5 der Herren-Sportmodelle begleiten uns, seit wir in Uhren denken können und sie kommen uns allein deswegen fast wie alte Freunde vor. Das CHRONOTHEK-Ranking der TOP 5 Herren-Sportmodelle: 1. Rolex Submariner 2. Patek Philippe Nautilus 3. Audemars Piguet Royal Oak 4. IWC Fliegeruhren Chronograph 5. Omega Speedmaster Rolex Submariner: 1953 wurde das erste Modell mit der Referenz 6204 ohne Datum herausgebracht. Im Vergleich zu den heutigen Modellen war es damals etwas kleiner, nicht zu wuchtig und aufgrund der verwendeten Materialien (Plexiglas) und hohlen Bandteilen sehr leicht. Die Wasserdichtigkeit der nachfolgenden Submariner Versionen erhöhte sich im Laufe der Zeit von 100m über 180m bis auf 200m. Ende der 1960er-Jahre kam die Datu...